Social Media - Fluch oder Segen?

Egal, wo man hinschaut, Social Media Dienste sind heute überall. Ich habe mich lange dagegen gestreubt, diesem Trend zu folgen. Doch inzwischen habe ich auch für mich die Vorzüge mancher Dienste, wie zum Beispiel Twitter, erkannt. Aber ist das alles wirklich positiv zu bewerten? Ist die Entwicklung rund um Social Media ein Fluch oder ein Segen? Für mich hat sich das Leben Dank Facebook, Instagram & Co. auf jeden Fall verändert.

Ist Social Media ein Fluch oder ein Segen?

— Stevy

Mein Leben ohne Social Media Dienste ...

Social Media gilt ja im Allgemeinen als der Inbegriff der mobilen Kommunikation. Aber ich kann mich auch noch genau daran erinnern, wie das Leben ohne all diese Dienste gewesen ist. Wenn ich mich früher über aktuelle Nachrichten informieren wollte, habe ich Zeitung gelesen oder vielleicht die Internetseite einer Zeitung aufgerufen. Wenn ich mich mit Freunden unterhalten oder ihnen etwas zeigen wollte, haben wir uns getroffen. Ich habe gerne mit Bekannten telefoniert und wenn man sich irgendwann einmal zufällig begegnet ist, gab es eigentlich immer etwas zu erzählen.

Und auch so hat man sich ausgetauscht. Zuerst per SMS, ab und an auch einmal per MMS und irgendwann kam dann WhatsApp. Und wie sieht es heute aus?

Noch vor zwei oder drei Jahren bin ich morgens aufgewacht und hatte im Regelfall zwei, drei Nachrichten bei WhatsApp, die beantwortet werden wollten. Dank Social Media beginnt mein Tag gewissermaßen "stressiger".

— Stevy

Mein Alltag mit Social Media ...

Noch vor zwei oder drei Jahren bin ich morgens aufgewacht und hatte im Regelfall zwei, drei Nachrichten bei WhatsApp, die beantwortet werden wollten. Dank Social Media beginnt mein Tag gewissermaßen „stressiger“. Bei Instagram finde ich morgens sicherlich zahlreiche neue Beiträge, bei Facebook sowieso. Auf Twitter – für mich eigentlich eher so etwas wie die „ultimative SMS“ – finden ich jede Menge neuer Tweets. Darunter vor allem aktuelle Schlagzeilen und Hinweise, die studiert werden wollen. Oder einer meiner Freunde macht auf sein neues YouTube-Video aufmerksam.

Ohnehin verbringe ich den Tag über gut und gerne mindestens ein bis zwei Stunden bei YouTube. Früher kam ich nach Hause und habe erst einmal den Fernseher angeschaltet – heute schaue ich Clips, Meinungen, TV-Sendungen und vieles mehr einfach dort.

Auf dem Weg zur Arbeit höre ich im Radio Nachrichten darüber, welcher Politiker was getwittert hat und wie vermeidliche Prominente reagieren. Und bin ich erst einmal im Büro angekommen, wird zu allererst die Facebook-Seite unseres Unternehmens geprüft. Vielleicht haben ja wieder ein paar Kunden allgemeine Fragen, die wir beantworten müssen. Nebenbei bimmelt das iPhone alle paar Minuten. „Lisa hat deinen Beitrag geliked“ – „Neue Nachricht von Andre: Warum meldest du dich nicht zurück?“ …so geht das bis zum späten Abend, auch wenn ich Andre natürlich zwischenzeitlich geantwortet habe!

Auch wenn sich mein Leben mit Social Media zunächst etwas stressig anhört. Zumindest im Privaten sind die Social Media Dienste für mich inzwischen ein Segen. Einfacher und unkomplizierter kann ich mich einfach nicht mit meinen Freunden austauschen.

— Stevy

Social Media...ein Fluch und Segen zugleich!

Auch wenn sich mein Leben mit Social Media zunächst etwas stressig anhört. Zumindest im Privaten sind die Social Media Dienste für mich inzwischen ein Segen. Einfacher und unkomplizierter kann ich mich einfach nicht mit meinen Freunden austauschen. Nachrichten, viele wichtige Infos – und wenn es nur eine Nachricht über einen neuen Sale in meinem Lieblingsklamottenladen ist – erhalte ich so direkt auf mein Handy, egal zu welcher Zeit.

Außerdem sind Dienste wie Facebook, Twitter & Co. hilfreich, sogar in Notsituationen. Bei dem Attentat in München wusste ich jederzeit, wo ich unterkommen kann dank der #OpenDoors-Aktion.

Trotzdem habe ich aber miterleben müssen, welche Nachteile all diese Kommunikationsmittel haben. Zum einen fällt es mir schwer, zur Ruhe zu kommen. Es trudeln eben ständig Nachrichten ein. Social Media Dienste kennen keinen Schlaf und manchmal gilt das auch für ihre Nutzer. Und wenn man nicht besonders schnell mit dem Antworten, Liken etc. ist, fühlen sich manche Leute zurückgewiesen. Da sind ab und an unangenehme Gespräche vorprogrammiert.

Zum anderen bürgen Social Media Dienste aber auch ganz andere Gefahren. Bei dem München-Terror konnte ich live miterleben, wie Unbekannte Twitter & Co. dazu nutzten, Falschmeldungen zu verbreiten. Allgemein sollte man vorsichtig bei der Bewertung mancher Inhalte sein. Genauso gibt es Gefahren für jeden einzelnen. Wenn ich mir vorstelle, wie viele inzwischen ihr Selbstwertgefühl von der Anzahl ihrer Follower abhängig machen, frage ich mich ernsthaft, wohin das noch führen soll.

Die Leute sprechen gern von der sogenannten Work-Life-Balance. Vielleicht sollte man auch einmal die Social Media-Life-Balance thematisieren!